· 

Tefal ActiFry Express XL

*Enthält Werbung*

 

Die Tefal ActiFry ist ein raffiniertes Gerät, mit dem ihr mit nur wenig Fett kulinarische Leckerbissen herstellen könnt. So verspricht es zumindest der Hersteller Tefal.

 

Mein erster Eindruck der ActiFry:

Die Heißluftfritteuse ist bereits im Karton komplett zusammengesetzt. Vor der ersten Benutzung sollten die einzelnen Teile abgespült werden, anschließend kann sie direkt zum Einsatz kommen. Das Gerät erklärt sich eigentlich selbst, da es lediglich drei Tasten gibt (Zeiteinstellung +/- & Startknopf). Die Temperatur kann nicht eingestellt werden. Eine kleine bebilderte Broschüre liegt bei, für die sachgemäße Verwendung und ein paar (wenn auch sehr wenige) Rezeptvorschläge. Eine APP für die ActiFry gibt es kostenfrei, wo weitere Rezepte zur Verfügung gestellt werden. Das Fassungsvolumen der XL Variante scheint groß genug für eine Familie zu sein. 

 

Da ich ja nicht gerade eine Küchenlaie bin, habe ich mich natürlich eingehend mit dem Gerät beschäftigt und einige Experimente damit gemacht.

Prinzipiell kann ich aber schon vorweg anmerken, dass durch die geringere Zugabe von Fett einige Kalorien eingespart werden können. Außerdem erhitzt die AcitFry auf konstante 150Grad, sodass viel weniger Acrylamid entstehen kann, als bei herkömmlichen Fritteusen oder im Backofen mit höherer eingestellter Temperatur. Auch der Geschmack sollte durch die niedrigere Temperatur eigentlich besser erhalten bleiben. Aber seht selbst, was bei meinen Tests mit der ActiFry herausgekommen ist. 

 

Test 1 - Pommes und Wedges aus  Kartoffel & Süßkartoffel


Knusprig, golbraun und lecker - genau das verbindet man doch damit, wenn man an Pommes denkt, oder? Doch leider haben diese viel Fett und somit viele Kalorien. Im Schnitt haben Pommes frites aus der herkömmlichen Fritteuse auf 100g 312kcal und 15g Fett. Damit man diese Zubereitungsart fettärmer gestalten kann, bieten sich Heißluftfritteusen an. Dadurch reduziert sich der Nährwert von 100g selbstgemachten Pommes frites auf ca. 118kcal und 3g Fett. Ein klarer Pluspunkt. Doch wie ist das Ergebnis?

 

Ich habe meinen Test natürlich mit selbstgemachten Pommes frites / Wedges gemacht, einmal mit Kartoffeln und einmal mit Süßkartoffeln. Dafür die Kartoffeln/Süßkartoffeln (es gehen bis 1,5kg in die ActiFry XL) schälen und in dickere Streifen schneiden (Pommesgröße) oder vierteln. Diese werden anschließend roh in den Garbehälter gegeben und etwas Öl darüber verteilt. Den Deckel schließen, die Zeit auf 30-36 Minuten einstellen (bei Süßkartoffeln weniger) und den Startknopf drücken. Durch den Rührarm werden die Kartoffeln gleichmäßig gewendet. Der Deckel kann auch während des Garens geöffnet werden, es stoppt lediglich die Zeit. Nach dem Schließen des Deckels muss der Startknopf erneut gedrückt werden. So kann man den gewünschten Bräunungsgrad regelmäßig überprüfen. Der Geschmack hat mich und meine Familie überzeugt und ist viel besser als aus dem Backofen. 

Test 11 - Kochen & Backen mit der ActiFry


Aufgrund der sehr übersichtlichen Rezeptvorschläge von Tefal habe ich selbst verschiedene Gerichte in der ActiFry erprobt. Der Rührarm lässt sich entfernen, wobei dann ein Wenden der Speisen nicht mehr automatisch möglich ist. Ich habe mich an Pilzsauce, Kichererbsencurry und marokkanisches Hühnchen gewagt und es hat funktioniert. Der Geschmack und die Konsistenz der Speisen waren absolut zufriedenstellend, aber nicht besser als im herkömmlichen Topf. Durch die Beschichtung des Garbehälters braucht man allerdings weniger Fett und wenn man einmal alle Zutaten hineingegeben hat, rührt das Gerät selbst um und nach Ablauf der Garzeit ertönt ein Signal. Während man beim Topf dabei stehen muss, kann man bei der ActiFry diese Zeit für andere Tätigkeiten nutzen. Auch ein paar Dinge, welche gebacken werden müssen, können darin gelingen, wie z.B. Aufback-Brötchen oder Bratäpfel (Rezept gibt`s hier). Ein Kuchen hingegen oder Muffins gehen nicht, dazu ist die Temperatur zu niedrig und der Garbehälter (in der Mitte mit Loch) ungeeignet. 

Meinen Kindern gebe ich gerne frisch gebackene Brötchen mit in die Pausenbrotbox, da aber auch bei uns morgens im Familienalltag der Faktor Zeit eine Rolle spielt, habe ich einfach die ActiFry dafür mal ausprobiert. Da keine Aufheizphase nötig ist, kann ich, während ich die Brötchen frisch backen lasse (ohne ständig nachsehen zu müssen, ob denn etwas verbrennt), mich um meine Kinder kümmern. Das ist definitiv praktisch! Auch die Bratäpfel sind gelungen, nur leichte Zutaten wie z.B. Baiser oder Gewürze werden durch den Heißluftstrum herumgewirbelt.

Mein Fazit

Das schonende Garen braucht seine Zeit, dafür ist der Geschmack unschlagbar! Dank Timer-Signal ist eine Aufsicht nicht nötig, es brennt nichts an und muss nichts gewendet werden.  Es gibt keine störenden Gerüche, jedoch gibt das Heißluftgebläse Geräusche von sich und ist nicht für leichte Zutaten (Gewürze, Eischnee etc.) geeignet. Für Kartoffelprodukte hingegen kann ich die  ActiFry definitiv empfehlen! Auch zum Aufbacken von Brötchen muss man den Backofen nicht mehr anmachen. Das klassische Kochen funktioniert, da ich aber einfach zu gerne koche, werde ich meinem Topf treu bleiben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0